Einen neuen Sensor mit deinem WLAN verbinden
Du willst einen Sensor hinzufügen oder in einen anderen Raum umziehen? Das Gerät richtet sein eigenes WLAN über einen kurzen Einrichtungsbildschirm auf deinem Handy ein. Keine App, kein Kabel. Unten liest du genau, wie das funktioniert und welche Netzwerkeinstellungen am zuverlässigsten sind.
Ein Sensor, der sein Netzwerk nicht findet, öffnet seine eigene Einrichtungsseite
Wenn du einen neuen Sensor zum ersten Mal einschaltest oder einen vorhandenen Sensor an einen Ort mit einem anderen Netzwerk bringst, findet er sein bekanntes WLAN nicht mehr. Statt einfach still zu bleiben, startet das Gerät dann automatisch sein eigenes temporäres WLAN-Netzwerk mit einer Einrichtungsseite dahinter. Du verbindest dein Handy damit, gibst deine WLAN-Daten weiter, und sobald der Sensor verbunden ist, verschwindet dieses Einrichtungsnetzwerk von selbst wieder.
Warum das so gut klappt
Du musst nichts installieren und kein Kabel einstecken. Ein umgezogener Sensor versucht es zunächst noch einmal mit seinem alten Netzwerk (falls es nur ein kurzer Ausfall war) und öffnet dann von selbst die Einrichtung. So verlierst du nie einen Sensor: Er wartet einfach, bis du ihm ein neues Netzwerk gibst.
In vier Schritten verbinden
Der Einrichtungsbildschirm unten erscheint auf deinem Handy, sobald du dich mit dem temporären Netzwerk des Sensors verbindest. Auf den meisten Handys öffnet er sich von selbst, genau wie ein Login-Bildschirm in einem Hotel.
Mit dem Einrichtungsnetzwerk verbinden
Suche in deiner WLAN-Liste nach einem Netzwerk, das mit FairGrow-setup beginnt, und verbinde dich damit. Dieses Netzwerk braucht kein Passwort.
Der Einrichtungsbildschirm öffnet sich
Auf den meisten Handys erscheint automatisch ein Fenster. Falls nicht, öffne deinen Browser und gehe zu 192.168.4.1.
Wähle dein Netzwerk und gib das Passwort ein
Wähle dein WLAN aus der Liste der gefundenen Netzwerke aus oder tippe den Namen manuell ein, und gib das Passwort ein. Achte genau auf Großbuchstaben und Sonderzeichen.
Fertig
Der Sensor speichert deine Daten, startet kurz neu und verbindet sich mit deinem Netzwerk. Das Einrichtungsnetzwerk verschwindet und der Sensor beginnt zu messen.
WPA2 und 2,4 GHz: die Einstellungen, die zuverlässig funktionieren
Die Sensoren laufen auf dem ESP32, einem weit verbreiteten Mikrocontroller. Er verbindet sich am zuverlässigsten mit WPA2-PSK (AES) und auf dem 2,4 GHz-Band. Stell deinen Access Point darauf ein, und das Koppeln läuft reibungslos.
Verbindet sich ein Sensor, bricht aber immer wieder ab?
Das liegt oft am Sicherheitsmodus. In einem Netzwerk, das nur WPA3 nutzt, oder in einem gemischten WPA2/WPA3-Modus, in dem Protected Management Frames (PMF) verpflichtend sind, findet der Sensor das Netzwerk zwar, aber der letzte Schritt der Verbindung schlägt fehl (der Handshake). Stell das Netzwerk auf WPA2-PSK, und das Problem ist meist sofort behoben. Das sieht aus wie ein falsches Passwort, prüfe also immer auch, ob das Passwort genau richtig ist.
Kurz gesagt
Sicherheit auf WPA2-PSK (AES/CCMP), Band auf 2,4 GHz und PMF auf optional statt verpflichtend. Das ist die Kombination, mit der sich unsere Sensoren am stabilsten verbinden.
Und 5 GHz? Für Sensoren meist keine gute Idee
Wir bekommen durchaus die Frage, ob es nicht moderner wäre, auf 5 GHz zu laufen.
Hier sind beide Seiten, ehrlich.
Was verfügbar ist
Der ESP32-C5 ist der erste RISC-V-Mikrocontroller mit Dualband-Wi-Fi 6 auf sowohl 2,4 als auch 5 GHz, plus Bluetooth 5 LE und IEEE 802.15.4 (Zigbee 3.0, Thread). Alle klassischen ESP32, der C3 und auch der C6, den wir als Koordinator einsetzen, hängen auf 2,4 GHz fest.
Boards sind inzwischen gut verfügbar: Seeed bietet einen XIAO ESP32-C5, Waveshare ein ESP32-C5-WROOM-1-Devkit, und Olimex hat auch eins. Dualband ist auf dieser Hardware technisch gesehen also möglich.
Warum wir es für Garten, Gewächshaus und Feld nicht empfehlen
5 GHz hat physikalisch eine kürzere Reichweite und durchdringt Wände, Glas, Pflanzen und feuchte Luft schlechter als 2,4 GHz. In einem Gewächshaus oder auf einem Feld, also genau deinem Szenario, ist das das Gegenteil von dem, was du willst. Deine Sensoren hängen oft weit vom Access Point entfernt. Auf 2,4 GHz überbrückst du diese Distanz, auf 5 GHz wahrscheinlich nicht.
Dazu kommt, dass du in der EU auf 5 GHz mit DFS-Kanälen arbeitest (Radarerkennung). Deswegen wechselt ein Access Point manchmal plötzlich den Kanal, wonach sich deine Sensoren neu verbinden müssen. Für Geräte, die Tag und Nacht ruhig weitermessen sollen, ist das unpraktisch.
Unsere Wahl
Für Reichweite und Stabilität entscheiden wir uns bewusst für 2,4 GHz. Wenn du doch Dualband-Hardware nutzen möchtest, ist der ESP32-C5 eine Option, aber bedenke, dass du auf 5 GHz oft näher am Access Point bleiben musst.
Einen Sensor verbinden, häufig gestellte Fragen
Mein Sensor verbindet sich nicht, was kann ich prüfen?
Prüfe drei Dinge: Ist dein Netzwerk auf WPA2-PSK eingestellt (nicht WPA3 oder gemischt mit verpflichtendem PMF), ist es ein 2,4 GHz-Netzwerk, und ist das Passwort genau richtig? Ein fehlgeschlagener Handshake sieht oft aus wie ein falsches Passwort.
Der Einrichtungsbildschirm öffnet sich nicht von selbst.
Verbinde dein Handy mit dem FairGrow-setup-Netzwerk und öffne dann deinen Browser manuell unter der Adresse 192.168.4.1. Schalte bei Bedarf kurz die mobilen Daten aus, damit dein Handy die Anfrage nicht über das Mobilfunknetz sendet.
Funktioniert 5 GHz wirklich nicht?
Auf spezieller Hardware wie dem ESP32-C5 kann es das. Aber für die Reichweite in Garten, Gewächshaus und Feld empfehlen wir 2,4 GHz, weil dieses Signal weiter reicht und Wände, Glas und Pflanzen besser durchdringt.
Muss ich eine App installieren?
Nein. Die Einrichtung läuft komplett über deinen Browser, auf jedem Handy oder Laptop. Es ist keine App nötig.
Was passiert, wenn ich einen Sensor in ein anderes Netzwerk umziehe?
Der Sensor versucht es zunächst kurz mit seinem alten Netzwerk. Wenn er es nicht findet, öffnet er von selbst wieder den Einrichtungsbildschirm, damit du das neue Netzwerk weitergeben kannst. Siehe auch offene ESP32-Hardware und der richtige Sensor am richtigen Ort.
Bereit, dein Messnetzwerk zu erweitern?
Erzähl uns von deinem Standort, und wir denken mit über die Sensoren und das Netzwerk, die passen. Gerne richten wir einen unverbindlichen Piloten für dich ein.
