IP65: die Schutzart unserer Sensoren
Die Sensoren und das Gateway, die wir selbst bauen, stecken in einem IP65-Gehäuse. Regen und Bewässerung schaden ihnen nicht. Unten liest du, was der Code verspricht und wo die Grenze liegt.
Was die zwei Ziffern bedeuten
IP steht für International Protection, festgelegt in der Norm IEC 60529. Jede Ziffer gehört zu einem festen Test. So kannst du zwei Gehäuse verschiedener Marken fair vergleichen.
Staubdicht
Die höchste Stufe für feste Teilchen. Im Test steht das Gehäuse in einem Schrank voll feinem Pulver, das herumgewirbelt wird, und danach darf kein Staub drin sein. Für dich: Sand, Erde und Pollen bleiben von der Elektronik fern.
Geschützt gegen Strahlwasser
Wasser aus einer Düse mit 6,3 mm, etwa 12,5 Liter pro Minute, aus rund drei Metern Abstand und aus jeder Richtung, mindestens drei Minuten lang. Wasser, das eindringt, darf keinen Schaden anrichten. Für dich: Regen, Bewässerung und der Gartenschlauch.
Wo IP65 zwischen den anderen Wasserschutzarten steht
Die zweite Ziffer läuft von 0 bis 9. Das sind die Schutzarten, denen du bei Außensensoren begegnest.
Höher ist nicht automatisch besser. IP67 ist ein Test mit stehendem Wasser, IP65 ein Test mit einem Strahl. Ein Gehäuse, das Untertauchen übersteht, muss keinen Wasserstrahl überstehen. Deshalb siehst du manchmal einen doppelten Code, etwa IP65/IP67. Das x steht für eine Ziffer, die nicht getestet wurde.
Welche Schutzart brauchst du?
Vier Fragen zu der Stelle, an der der Sensor stehen soll.
Unsere Sensoren passen. Regen, Bewässerung und Staub sind genau das, wofür IP65 gemacht ist.
Was das auf deiner Fläche bedeutet
IP65 betrifft das Gehäuse mit der Elektronik darin. Das kannst du damit machen, und das lässt du besser bleiben.
Kein Problem
- Regen und Gewitter, auch wenn es tagelang schüttet.
- Bewässerung und Sprinkler, die das Gehäuse jeden Tag durchnässen.
- Abspritzen mit dem Gartenschlauch, wenn er voller Schlamm ist.
- Staub und Sand, die bei der Bodenbearbeitung über die Fläche wehen.
Besser nicht
- In einer Senke, die überflutet. Montiere ihn höher an einem Pfahl, wenn dort nach einem Schauer Wasser steht.
- Ein Hochdruckreiniger aus kurzer Entfernung. Das ist ein härterer Test als IP65.
- Untertauchen, in einem Tank, einem Graben oder einem Teich.
- Ein Kabel, das lose darin hängt. Ein Gehäuse ist nur so dicht wie seine Kabeleinführung, halte die Einführung also dicht.
Was der Code dir nicht sagt
IP65 betrifft nur Staub und Wasser. Vier Dinge, die genauso wichtig sind, außerhalb der Norm.
Sonnenlicht
Der Test schaut nicht auf UV-Licht. Wie ein Gehäuse nach ein paar Sommern aussieht, hängt vom Material ab.
Frost und Hitze
Der Code sagt nichts über die Temperatur. Ein Gehäuse kann dicht sein und trotzdem keinen Frost vertragen.
Kondenswasser
Ein dichtes Gehäuse hält auch Feuchtigkeit fest, die schon drin war. Bei großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht kann es innen beschlagen.
Was daran angeschlossen ist
Der Code gilt für das Gehäuse. Ein separater Sensor an einem Kabel hat seine eigenen Eigenschaften.
Warum wir nach IP65 bauen
- 1Dichtung rund um den Deckel
- 2Kabelverschraubung, die das Kabel fest umschließt
- 3Höchstens 12 V, keine Netzspannung
- 4Industriekomponenten
Ein Feld ist kein Wohnzimmer. Viele Funksensoren sind für drinnen gemacht und fallen draußen dort aus, wo das Wasser hineinkriecht. Weil wir unsere ESP-NOW-Sensoren selbst entwerfen, wählen wir das Gehäuse und die Bauteile selbst.
IP65 ist die Schutzart, die nach draußen an einen Pfahl gehört: Regen, Bewässerung und Staub. Ein Gehäuse, das auch unter Wasser darf, braucht teurere Dichtungen, und die zahlst du im Preis jedes Sensors mit. Im Gerät selbst gibt es nirgends mehr als 12 V, also keine Netzspannung im Gehäuse.
Unser eigenes Zigbee-Gateway steckt ebenfalls in einem IP65-Gehäuse. Die CE-Zertifizierung unserer eigenen Hardware ist für Mitte 2027 geplant.
Fragen, die wir bekommen
Was bedeutet IP65 in einfachen Worten?
Es kommt kein Staub hinein, und ein Wasserstrahl aus jeder Richtung schadet der Elektronik nicht. Unter Wasser setzen ist eine andere Schutzart.
Darf ich meinen Sensor abspritzen?
Mit einem Gartenschlauch ja, genau dafür ist der Test da. Mit einem Hochdruckreiniger aus kurzer Entfernung nein: Das ist die härtere Schutzart IPx9.
Ist IP67 nicht einfach besser?
Für Untertauchen schon, aber es ist ein anderer Test. IP67 prüft stehendes Wasser, IP65 einen Strahl. Ein Gehäuse, das den einen besteht, besteht nicht automatisch den anderen.
Was bedeutet das x in IPx5?
Dass diese Ziffer nicht getestet wurde. IPx5 sagt also etwas über Wasser und nichts über Staub. IP65 sagt etwas über beides.
Darf ein IP65-Sensor ins Gewächshaus?
Ja. Bewässerung und hohe Luftfeuchtigkeit sind kein Problem. Achte im Gewächshaus aber auf Kondenswasser bei großen Temperaturschwankungen, denn darüber sagt der Code nichts.
Ist eure Hardware schon CE-zertifiziert?
Noch nicht. Die CE-Zertifizierung unserer eigenen Hardware ist für Mitte 2027 geplant. Bis dahin ist sie nicht offiziell zugelassen; über Testgeräte können wir unter Bedingungen sprechen.
